Wissensmanagement
Qualifizieren im Betrieb
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Wie geht's? - Das Konzept

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von Qualifizierungsmodellen für An- und Ungelernte entwickelt und erprobt. Das Konzept der modularen betriebsnahen Qualifizierung gehört dazu und hat sich inzwischen in vielen Betrieben bewährt. Geringqualifizierte erhalten damit die Möglichkeit, Schritt für Schritt mehr Berufskompetenz zu erwerben - flexibel, praxisnah und entlang den Bedürfnissen der modernen Betriebs- und Berufspraxis.

Qualifizierung An- und Ungelernter ist perspektivisch immer mit dem Ziel eines Berufsabschlusses verknüpft. Doch auch Stationen auf dem Weg dorthin sind für Betriebe und Mitarbeiter nützlich: Wenn es gelingt, dass An- und Ungelernte zunehmend in den Blick systematischer Personalentwicklung und Weiterbildung gerückt werden, trägt dies zur Qualitätssicherung der Betriebe und zugleich zur Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit der Geringqualifizierten bei.

Themenübersicht:

Stimmen aus der betrieblichen Praxis

Viele Unternehmen haben inzwischen gute Erfahrungen mit der Qualifizierung An- und Ungelernter gemacht:

Die Personalverantwortliche eines mittelständischen Betriebs aus der Technologiebranche berichtet:
„Praxisorientierte und arbeitsplatznahe Qualifizierungsformen lassen sich gut in unseren Betriebsablauf integrieren. Und je kontinuierlicher und länger die Teilnehmer im Betrieb am Arbeitsplatz sind, umso besser klappt es mit der Vermittlung. Auf diese Weise sind die Lernenden schnell produktiv einsetzbar.“

Der Inhaber eines Kleinbetriebs aus der IT-Branche hebt einen weiteren wichtigen Aspekt der kontinuierlichen Qualifizierung am Arbeitsplatz hervor:
„Wir sind ein kleines Unternehmen, unsere Beschäftigten müssen über ein hohes Maß an Eigenständigkeit, Dienstleistungsbereitschaft und Sachkompetenz verfügen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich praktisch mit Problemen des Betriebsalltags auseinander zu setzen. Dadurch werden genau solche Kompetenzen gefördert, die wir brauchen.“

Ein Personalleiter hat auch die überfachlichen Veränderungen seiner Mitarbeiter erkannt:
„Die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter, die bei uns die Module durchlaufen und so ihren Berufsabschluss nachholen, ist auch ein Effekt, den wir so nicht erwartet hätten. Sie sind selbstbewusster geworden, trauen sich mehr zu und identifizieren sich auch mehr mit dem Unternehmen. Das merkt man richtig.“

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Was sind die wesentlichen Merkmale der modularen betriebsnahen Qualifizierung?

Das Fundament der betriebsnahen Qualifizierung ist der modulare Aufbau der Qualifizierung und die enge Lernortkooperation zwischen Bildungsdienstleister und Betrieb. Weitere zentrale Elemente bestehen darin, dass die Qualifizierung An- und Ungelernter

Von den BIBB-Modellversuchen wurden gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung Standards der berufsbegleitenden Nachqualifizierung entwickelt. Die Standards der berufsbegleitenden Nachqualifizierung können Sie sich hier herunterladen (Download als PDF, 40KB).

Über das Good Practice Center des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) kann die gesamte Broschüre zum Thema „Nachqualifizierung als zweite Chance zum Berufsabschluss“ im Internet herunter geladen werden.

Welche Zielgruppe wird angesprochen?

Entwickelt wurde das Konzept für an- und ungelernte Erwachsene, die nicht mehr für eine berufliche Erstausbildung zur Verfügung stehen. Dabei gibt es zwei Alternativen:

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Wo sind weitere Informationen zu finden?

Handbuch: „Neue Wege zum Berufsabschluss. Ein Handbuch zur berufsbegleitenden Nachqualifizierung an- und ungelernter (junger) Erwachsener. Bonn, Berlin, Nürnberg, Frankfurt/Main, 1999. Herausgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bundesinstitut für Berufsbildung, Bundesanstalt für Arbeit, Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH (INBAS)

Die Beschreibung einer betriebsnahen modularen Nachqualifizierung von Teilnehmerinnen zur Bürokauffrau enthält der Leitfaden: Krings, Ursula; Oberth, Christa; Zeller, Beate: Flexible Wege zum Berufsabschluss. Modulare Nachqualifizierung im Betrieb. Bertelsmann, Bielefeld 2001.

Die Handlungsanleitung „Nachqualifizierung als zweite Chance zum Berufsabschluss“ wurde im Auftrag des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) erarbeitet und kann über das Good Practice Center im Internet herunter geladen werden.

Eine Beschreibung einer erfolgreichen Nachqualifizierung bei den Stahlwerken Bremen enthält die Broschüre: Angelernt? Beruf gelernt! Mit Fachkräften erfolgreich in die Zukunft. Die können Sie sich hier herunterladen (Download als PDF, 2120KB).
Die Broschüre kann auch in Printform bestellt werden. Weitere Informationen von Herbert Rüb, rueb@inbas.com

Praxisbeispiele zum Thema berufliche Nachqualifizierung bietet das BIBB unter www.good-practice.de.

Auf der Regionaltagung „Wettbewerbsfähig durch betriebsnahe Qualifizierung“ am 27. Juli 2004 in Nürnberg nannten Vertreter von teilnehmenden Betrieben verschiedene Erfolgsfaktoren für die Qualifizierung von An- und Ungelernten. Thema war die modulare und arbeitsplatznahe Nachqualifizierung für An- und Ungelernte am Beispiel des Berufsbilds Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation im Internet unter unter www.qualifizierungswege.de .